Uli Hoeneß äußert sich kritisch zu Jürgen Klopps DFB-Deal und fordert Strukturreformen

"Man darf nicht glauben, dass Klopp der Messias ist"

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat sich kritisch zur Rolle des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) geäußert. Hoeneß betonte, dass Klopp trotz seiner Fähigkeiten nicht als alleiniger Heilsbringer angesehen werden sollte. Er äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Einbindung von Klopps Berater Marc Kosicke in den DFB.

In einem Interview erklärte Hoeneß, dass er Jürgen Klopp für einen sehr guten Trainer halte. Er warnte jedoch davor, Klopp einen Status zu verleihen, als könne er „über Wasser gehen“. Hoeneß ist der Ansicht, dass Klopp nicht alles im Alleingang verändern könne und Zeit brauche. Er erwarte, dass Klopp hart arbeiten und vieles anders und besser machen werde, aber man dürfe nicht glauben, dass er der „Messias“ sei.

Casino Boni

1
Winbeatz
5.0/5

100% bis zu 500€ + 200 Freispiele

  • Willkommenspaket bis zu 1.500€
  • 10% wöchentliches Cashback
2
Thor Fortune
5.0/5

100% bis zu 750€ + 150 Freispiele

  • Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
  • 25% Reload-Bonus jeden Montag
3
Roulettino
5.0/5

150% bis zu 300€ + 100 Freispiele

  • Willkommensbonus bis zu 1.000€
  • 50 Freispiele jeden Freitag

Alle Casino-Boni →

Ein besonderer Kritikpunkt von Hoeneß betrifft die Einbeziehung von Marc Kosicke. Hoeneß äußerte, dass ihm die Tatsache missfalle, dass Klopps Berater „mit eingekauft wurde“. Er sei sich nicht sicher, welche Rolle Kosicke dort spielen solle, und bezeichnete dies als Problem. Die gesamte Situation wirke auf ihn wie ein „friendly Takeover“, bei dem Klopp und sein Team den DFB übernommen hätten, was Hoeneß für falsch hält.

Forderungen nach Strukturreformen beim DFB

Neben seiner Kritik an der Personalie Klopp sprach sich Hoeneß auch für grundlegende strukturelle Veränderungen beim DFB aus. Er ist der Meinung, dass die Verbandsstruktur nicht mehr zeitgemäß sei. Hoeneß schlug vor, die Nationalmannschaften – die Frauen, die Männer, die U23 und die U19 – auszugliedern. Diese sollten in eine GmbH überführt werden, die eine eigene Geschäftsführung besitzt und einen Gewinnabführungsvertrag mit dem DFB hat.

Hoeneß argumentierte, dass es nicht angehen könne, dass „Landesfürsten“ über die Besetzung des Bundestrainerpostens entscheiden, da diese „keine Ahnung davon“ hätten. Er betonte, dass der Fußball ein hochprofessionelles Geschäft sei und daher Profis am Werk sein müssten. Hoeneß riet dem DFB dringend, über eine Ausgliederung der Nationalmannschaften nachzudenken, um eine „neue Ära“ einzuleiten.

Lobende Worte fand Hoeneß hingegen für den neuen Geschäftsführer Sport beim DFB, Per Mertesacker. Hoeneß zeigte sich sehr glücklich über Mertesackers Übernahme dieser Position. Er hob hervor, dass Mertesacker vernünftige Kommentare im Fernsehen abgebe, selbst auf hohem Niveau Fußball gespielt habe und acht Jahre lang die Akademie bei Arsenal geleitet habe. Hoeneß ist überzeugt, dass Mertesacker einen „ganz neuen Wind“ in die Nachwuchsarbeit bringen werde, die er als das Wichtigste im deutschen Fußball erachtet.

Kritik an der WM-Leistung und fehlender Eingespieltheit

Der 74-Jährige äußerte sich auch zur Leistung der Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2026. Er bezeichnete die Vorstellung der Mannschaft als „eine einzige Katastrophe“ und eine „Blamage für unser Land“. Hoeneß erklärte, dass es dafür verschiedene Gründe gab, wobei er betonte, dass Julian Nagelsmann nicht allein die Schuld trage.

Hoeneß räumte ein, dass die Mannschaft möglicherweise keine „super Qualität“ besaß, aber dennoch eine gute WM hätte spielen können. Er verwies auf die Argentinier, die seiner Meinung nach ebenfalls keine gute Mannschaft hatten, sich aber „reingehauen wie verrückt“. Diesen Einsatz vermisste Hoeneß bei der deutschen Mannschaft. Er betonte, dass er kein Freund davon sei, Foul zu spielen, aber von hartem Spiel und Einsatz bis zur letzten Konsequenz.

Bereits vor der WM hatte Hoeneß kritisiert, dass eine eingespielte Mannschaft fehle, wenn schon keine „super Mannschaft“ vorhanden sei. Er wiederholte diesen Kritikpunkt und stellte fest, dass bei der WM alles „kreuz und quer“ gewesen sei und immer wieder Neues ausprobiert wurde. Dies sei die Aufgabe der Vorbereitung und nicht der WM selbst.

Jürgen Klopp
Jürgen Klopp Credit: spox.com

Hoeneß‘ Äußerungen unterstreichen seine Besorgnis über die aktuelle Situation des deutschen Fußballs und seine Forderung nach tiefgreifenden Veränderungen, um zukünftige Erfolge zu sichern.

Source: n-tv.de

Sarah Krüger ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

Sport