Schwimm-EM in Paris: Deutsche Rekorde und eine Bronzemedaille zum Auftakt

Erfolgreicher Start für deutsche Schwimmer in Paris
Die deutschen Schwimmer haben bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris einen starken Auftakt hingelegt. Die Männer-Freistil-Staffel sicherte sich über 4×200 Meter die Bronzemedaille. Das Team, bestehend aus Lukas Märtens, Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn, erreichte eine Zeit von 7:02,28 Minuten. Damit stellten sie einen neuen deutschen Rekord auf und mussten sich lediglich Großbritannien und Frankreich geschlagen geben.
Lukas Märtens zeigte sich nach dem Rennen stolz auf die Leistung der Mannschaft. Für Jarno Bäschnitt, der 20 Jahre alt ist, war dies der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere. Er betonte, dass er diesen Moment mit den Jungs nie vergessen werde.
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Weitere Rekorde und knappe Entscheidungen
Auch die deutschen Frauenstaffel über 4×200 Meter Freistil stellte einen neuen deutschen Rekord auf. Maya Tobehn, Linda Roth, Nina Holt und Nicole Maier schwammen in 7:49,14 Minuten. Trotz dieser Leistung verpassten sie eine Medaille nur knapp und belegten den vierten Platz mit einem Rückstand von 0,01 Sekunden auf den Bronzerang. Nina Holt kommentierte die knappe Entscheidung mit den Worten, dass es hart sei, aber so der Sport ist.
Luca Armbruster, 24 Jahre alt, setzte ebenfalls eine neue deutsche Bestmarke. Über 50 Meter Schmetterling verbesserte er seinen eigenen Rekord auf 22,71 Sekunden und qualifizierte sich als Fünfter für das Finale. Er äußerte sich sehr zufrieden mit seiner Leistung, die besser war als erwartet.


Im Halbfinale über 200 Meter Rücken konnte sich Lise Seidel für das Finale qualifizieren. Auch Melvin Imoudu schaffte den Sprung ins Finale über 100 Meter Brust. Die Freiwasser-Europameisterin Isabel Gose wird ebenfalls am Dienstagabend ins Becken springen.
Bei den 400 Meter Lagen hatten die deutschen Starter weniger Glück. Cedric Büssing belegte den vierten Platz in 4:14,16 Minuten, während Finn Hammer mit 4:14,31 Minuten Fünfter wurde. Gold in dieser Disziplin ging an Ilia Borodin, der für das „Neutrale Team“ antrat.
Die deutschen Damenstaffel brach mit ihrer Zeit von 7:49,14 Minuten einen 20 Jahre alten Rekord, der 2006 bei einer EM aufgestellt wurde. Trotz des undankbaren vierten Platzes zaubert der neue Rekord den Athletinnen ein Lächeln ins Gesicht, wie Nicole Maier bemerkte.
Ausblick auf weitere Wettbewerbe
Die Schwimm-Europameisterschaften in Paris versprechen weiterhin spannende Wettkämpfe. Das Finale über 50 Meter Schmetterling mit Luca Armbruster ist für Dienstag geplant. Die deutsche Damenstaffel hatte in ihrem Rennen nur fünf Hundertstel Rückstand auf die Silberstaffel aus Ungarn und das Bronzeteam der Neutralen Athletinnen.
Die nächste Medaillenchance für die deutschen Damen bietet sich im Finale über die 200 Meter Rücken, für das sich Lise Seidel qualifiziert hat. Nina Holt zeigte im Halbfinale über 100 Meter Freistil eine gute Leistung und wurde Elfte, wobei sie ihre Bestzeit bestätigte.
Source: bild.de