Wolfsburg startet mit Unentschieden in die 2. Bundesliga gegen Kaiserslautern

2. Bundesliga: Frust-Start für VfL Wolfsburg gegen 1. FC Kaiserslautern nach dem bitteren Abstieg - BILD

Der VfL Wolfsburg hat seinen Start in die neue Saison der 2. Bundesliga mit einem torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Kaiserslautern begonnen. Das Spiel endete 0:0, womit der Absteiger aus Wolfsburg keinen siegreichen Auftakt verbuchen konnte.

Der Kader des VW-Klubs gilt mit einem Marktwert von 169 Millionen als der wertvollste in der Geschichte der 2. Liga. Im Vergleich dazu wird der Marktwert von Kaiserslautern auf knapp 30 Millionen Euro geschätzt. Die Wölfe haben zudem rund 23 Millionen Euro für Neuzugänge investiert, eine Summe, die alle anderen 17 Zweitligisten zusammen ausgegeben haben.

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Debüt des neuen Trainers und Chancen auf beiden Seiten

Unter dem neuen Trainer Tobias Strobl, der zuvor beim Drittligisten Verl tätig war, standen bei seinem Debüt sechs Neuzugänge in der Startelf des VfL Wolfsburg. Zu diesen Spielern gehörten Glatzel, Reese, Hornby, Kapitän Wahl, Damar und Rexhbecaj. Trotz der Investitionen und der neuen Spieler musste sich die Mannschaft noch finden. Besonders Reese zeigte sich während des Spiels frustriert und äußerte dies gegenüber Schiedsrichter Exner und Stürmer Glatzel.

Die Roten Teufel aus Kaiserslautern hingegen traten ohne einen einzigen neuen Spieler in ihrer Startelf an und zeigten sich von Beginn an gefährlicher. Bereits in der 7. Minute klärten Wolfsburgs Torwart Jakub Kaminski und Kumbedi einen Schuss von Skyttä auf der Linie. Kurz darauf vergab Simon Asta eine große Chance, als sein Kopfball nach einer Flanke von Jacob Rasmussen über das Tor flog. Auch Skyttä und Ritter versuchten es aus der Distanz in der 22. und 24. Minute.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich der Bundesliga-Absteiger aus Wolfsburg und suchte den Abschluss aus der zweiten Reihe, unter anderem durch Vinicius Souza, Damar und Reese in der 9., 15. und 25. Minute. Kaiserslautern-Keeper Julian Krahl parierte in der 17. Minute einen Schuss von Reese, was zu einer kurzen Behandlungspause aufgrund von Handgelenksproblemen führte. Krahl konnte jedoch weiterspielen und zeigte sich auch später bei einem Distanzschuss von Damar in der 29. Minute auf dem Posten. Kurz vor der Pause traf ein Volleyschuss von Wahl den Außenpfosten in der 41. Minute.

Zweite Halbzeit und Stimmen zum Spiel

Auch in der zweiten Halbzeit startete Kaiserslautern besser. Kaminski konnte einen Schuss von Skyttä in der 56. Minute noch aus dem Eck kratzen. Später scheiterte auch Joker Kanaté in der 70. Minute am Wolfsburger Ersatztorhüter. Berisha verpasste in der 75. Minute ebenfalls die Führung für den FCK. Wolfsburg enttäuschte nach der Pause offensiv, wodurch es beim 0:0 blieb.

Nach dem Spiel äußerte sich Torsten Lieberknecht, der Trainer des FCK, zu dem Ergebnis. Er betonte, dass man vor dem Spiel mit einem torlosen Unentschieden zufrieden gewesen wäre, die verpassten Top-Chancen jedoch gemischte Gefühle hinterließen. Er sprach von einer Weiterentwicklung und der Bedeutung, Spiele zumindest zu Null zu beenden, was in der letzten Saison nicht immer der Fall war. Die emotionale Unterstützung der Fans, die fast ein Heimspielgefühl erzeugten, wurde ebenfalls hervorgehoben.

Naatan Skyttä, der mehrere Chancen hatte, zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Punktgewinn, bedauerte aber auch seine verpassten Möglichkeiten, insbesondere die zweite. Er lobte die Leistung des Torhüters und das gute Spiel der Mannschaft.

Sportdirektor Marcel Klos hob die Verbesserung gegenüber dem letztjährigen Auftaktspiel in Hannover hervor, das mit 0:1 verloren ging. Er betonte die Bedeutung der Unterstützung durch die Betze-Fans und erwähnte, dass man bei weiteren Neuzugängen Chancen ergreifen werde, wenn das Timing stimme. Geschäftsführer Thomas Hengen zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Punkt und der guten Organisation des Teams. Er blickte bereits auf das bevorstehende Derby gegen den KSC voraus und erwähnte, dass es zwei, drei Ideen für weitere Neuzugänge gebe, die finanziell umsetzbar sein müssten.

Julian Krahl lobte die Defensivarbeit des gesamten Teams und erklärte, dass seine Hand bei dem Schuss von Reese umgeknickt sei, er aber weiterspielen konnte. Er betonte, dass die Mannschaft gut ins Spiel gekommen sei und trotz des Drucks in der ersten Halbzeit sauber verteidigt habe. Jacob Rasmussen hob die Kommunikation in der Dreierkette hervor und sah darin einen klaren Fortschritt für die Defensive. Er merkte an, dass man sich über die verpasste Chance von Simon Asta nicht zu lange ärgern sollte, sondern sich über die erarbeiteten Möglichkeiten freuen müsse.

Der VfL Wolfsburg wird nun versuchen, im nächsten Spiel die ersten Punkte der Saison zu holen, während der 1. FC Kaiserslautern sich auf das Derby gegen den KSC vorbereitet.

Source: bild.de

Sarah Krüger ist Sportredakteurin und berichtet über Fußball, Sport und aktuelle Ereignisse.

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