Leichtathletin Smilla Kolbe fordert Respekt statt Rassismus nach EM-Auftritt

Appell bei Leichtathletik-EM: Läuferin Kolbe fordert Respekt statt Rassismus in den Kommentarspalten

Die deutsche 800-Meter-Läuferin Smilla Kolbe hat nach ihrem Auftritt bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in einem Interview ein klares Statement gegen Rassismus in Online-Kommentarspalten abgegeben. Obwohl sie sich über viel Unterstützung freute, wies sie auf die beleidigenden Kommentare hin, denen einige ihrer Teamkollegen ausgesetzt sind.

Kolbe, die im Halbfinale den Einzug ins Finale knapp verpasste, betonte, wie wichtig ihr dieses Anliegen sei. Sie äußerte sich im ZDF-Interview und forderte mehr Respekt für die Athleten, die Deutschland vertreten.

Casino Boni

1
Winbeatz
5.0/5

100% bis zu 500€ + 200 Freispiele

  • Willkommenspaket bis zu 1.500€
  • 10% wöchentliches Cashback
2
Thor Fortune
5.0/5

100% bis zu 750€ + 150 Freispiele

  • Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
  • 25% Reload-Bonus jeden Montag
3
Roulettino
5.0/5

150% bis zu 300€ + 100 Freispiele

  • Willkommensbonus bis zu 1.000€
  • 50 Freispiele jeden Freitag

Alle Casino-Boni →

Appell für Respekt und Vielfalt

Die 24-jährige Läuferin hatte im Vorlauf der Leichtathletik-EM ihre persönliche Bestleistung verbessert und die schnellste Zeit auf der Mittelstrecke seit 1990 für eine deutsche Athletin erzielt. Trotz dieser sportlichen Erfolge rückte für sie das Thema Respekt in den Vordergrund.

Kolbe erklärte, dass sie sich aufgrund ihrer Hautfarbe vor Hasskommentaren geschützt fühle. Sie sagte, sie wolle sich nicht vorstellen, wie es wäre, wenn sie nicht so „weiß“ wäre, wie sie ist. Dies war ihr ein wichtiges Anliegen, das sie nach dem sportlichen Teil des Interviews ansprechen wollte.

Smilla Kolbe bei der Leichtathletik-EM in Birmingham
Smilla Kolbe bei der Leichtathletik-EM in BirminghamFoto: Chai von der Laage / Chai v.d. Laage / IMAGO Credit: spiegel.de

Die Kugelstoßerin Yemisi Mabry, die zuvor eine Bronzemedaille gewonnen hatte, reagierte auf Kolbes Appell. Mabry teilte in ihrer Instagram-Story Hasskommentare, die sie selbst erhalten hatte, zusammen mit Kolbes Interview. Die Tochter eines Nigerianers und einer Deutschen drückte ihren Dank mit dem Wort „Danke“ und einem Herz-Emoji aus.

Kolbe nannte keine konkreten Teamkollegen, die von den Hasskommentaren betroffen sind, wies aber darauf hin, dass solche Kommentare unter vielen Beiträgen zu finden seien. Sie betonte, dass sie sich auf das Positive konzentrieren wolle, es ihr aber extrem wichtig war, dieses Thema anzusprechen.

Hintergrund und Reaktionen

Die Leichtathletik-Europameisterschaft fand in Birmingham statt. Kolbe verpasste das Finale um lediglich zwei Hundertstelsekunden, zeigte sich aber dennoch zufrieden mit ihrer zweitschnellsten Karrierezeit von 1:58,21 Minuten. Ihre Bestzeit von 1:57,80 Minuten hatte sie im Vorlauf aufgestellt.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, juristische Schritte gegen rassistische Kommentare zu prüfen. Dies betraf unter anderem den 100-Meter-Sprinter Owen Ansah, der immer wieder von solchen Kommentaren betroffen ist.

Jörg Bügner, Vorstand des DLV, erklärte, dass der Verband für Vielfalt stehe und die Nationalmannschaft ein Abbild der Gesellschaft sei. Er betonte eine Nulltoleranzpolitik gegenüber Rassismus, Hetze, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit. Bügner äußerte sein Unverständnis darüber, dass solche Vorfälle in der heutigen Zeit noch auftreten, und versicherte, dass der Verband alles tun werde, um seine Athleten zu schützen.

Kolbes Appell unterstreicht die anhaltende Notwendigkeit, sich gegen Diskriminierung im Sport einzusetzen und eine respektvolle Umgebung für alle Athleten zu gewährleisten.

Credit: spiegel.de

Neben Kolbes Statement gab es bei der Leichtathletik-EM auch andere bemerkenswerte Ereignisse. Der zweimalige Weitsprung-Olympiasieger Miltiadis Tentoglou aus Griechenland sorgte für einen kuriosen Moment, als er seine Goldmedaille nach dem Interview vergessen hatte. Tentoglou, der seinen vierten EM-Titel in Folge feierte, musste seine Medaille suchen, fand sie aber schnell wieder.

Die Diskussion um Respekt und Fairness im Sport bleibt ein zentrales Thema, wie Kolbes deutliche Worte im ZDF-Interview zeigen.

Source: spiegel.de

David Zimmermann ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

Sport