Mannheim: DFB-Pokal-Derby eskaliert, Polizei rückt mit Pferden auf den Platz

DFB-Pokal: Hundertschaften mit Pferden auf dem Platz – Derby gerät außer Kontrolle - BILD

Eskalation nach regulärer Spielzeit

Das DFB-Pokal-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern eskalierte nach der regulären Spielzeit. Bei einem Spielstand von 0:0 kam es zunächst zu einer großen Rudelbildung unter den Spielern nahe des Mannheimer Blocks. Marlon Ritter, Kapitän des 1. FC Kaiserslautern, geriet dabei mit mehreren Spielern von Waldhof aneinander.

Von der Haupttribüne flogen Gegenstände wie Bierbecher und Regenschirme in Richtung von Ritter. Als Reaktion darauf wurden Pyroraketen aus dem Block des 1. FC Kaiserslautern auf die Haupttribüne geschossen. Die Situation verschärfte sich, als Mannheimer Fans versuchten, das Spielfeld zu stürmen. Schiedsrichter Robert Schröder schickte daraufhin beide Teams umgehend in die Kabinen und unterbrach die Partie.

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Während der Unterbrechung flogen mehrere Bengalos aus dem Mannheimer Block bis über den Mittelkreis hinaus und verfehlten einige Spieler des 1. FC Kaiserslautern nur knapp. Polizeikräfte, darunter auch berittene Polizisten, stürmten den Rasen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Der komplette Mannheimer Block wurde abgeriegelt. Ein Bengalo explodierte sogar direkt neben einem der Polizeipferde. Auf dem Boden hinter dem Mannheimer Tor lagen abgerissene Werbebanden.

Unterbrechungen und Fortsetzung des Spiels

Bereits zu Beginn des Spiels war es zu einer ersten Unterbrechung gekommen, als Pyrotechnik aus dem Block der Gäste aus Rheinland-Pfalz gezündet wurde. Heimfans warfen zudem Gegenstände in Richtung von FCK-Torwart Julian Krahl und zündeten ebenfalls Feuerwerkskörper. Schiedsrichter Robert Schröder pfiff das Duell nach wenigen Minuten wieder an, nachdem sich der Rauch im Carl-Benz-Stadion verzogen hatte. Unmittelbar nach Wiederbeginn flogen erneut Feuerwerkskörper auf das Spielfeld, die Partie lief jedoch zunächst weiter. Mannheimer Fans verbrannten in ihrem Block zudem ein Banner von Anhängern des 1. FC Kaiserslautern.

Nach der Eskalation in der Nachspielzeit und einer Unterbrechung von etwa 20 Minuten verließen die Polizeikräfte das Spielfeld wieder. Der Stadionsprecher bemühte sich mit Durchsagen um Deeskalation und mahnte an, dass das Spiel bei dem kleinsten weiteren Zwischenfall abgebrochen würde. Auch Waldhof-Kapitän Klünter suchte den Dialog mit den Fans seiner Mannschaft, um auf diese einzuwirken.

Um 20.29 Uhr verließ die Polizei das Spielfeld. Die Mannschaften betraten den Rasen erneut, mussten sich jedoch aufgrund der langen Unterbrechung zunächst wieder aufwärmen, bevor das Spiel fortgesetzt werden konnte. Seit 20.38 Uhr lief die Partie wieder, wobei die Polizei auch während der Verlängerung präsent war und sich viele Beamte direkt an den Seitenlinien aufhielten, um bei einer erneuten Eskalation sofort eingreifen zu können.

Die Verlängerung des Spiels verzögerte sich aufgrund der Vorkommnisse. Der Stand der Partie betrug 0:0, als die Situation nach der regulären Spielzeit eskalierte.

Vermummte Randalierer stürmten den Rasen
Vermummte Randalierer stürmten den RasenQuelle:Uwe Anspach/dpa Credit: welt.de

Source: bild.de

David Zimmermann ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.

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