Deutschland schlägt zwei Alternativen für die FIFA-Präsidentschaft vor

Der Weltfußballverband FIFA verteidigt seinen Präsidenten Gianni Infantino gegen wachsende Kritik, während aus Deutschland Vorschläge für mögliche Nachfolger kommen. Die FIFA erklärte, dass einige Akteure gezielt versuchen würden, den Verband und seinen Präsidenten zu schwächen, und kündigte an, unzutreffenden oder irreführenden Berichten energisch entgegenzutreten. Der Verband betonte, dass Spekulationen nicht als Tatsachen dargestellt werden sollten und dass Infantino demokratisch gewählt wurde.
Trotz der Verteidigung durch die FIFA gibt es weiterhin Forderungen nach dem Rücktritt von Gianni Infantino, insbesondere aus Europa. Ein Mitglied der Bundesregierung, Wolfram Weimer, forderte als erstes Mitglied der Bundesregierung den Rücktritt des FIFA-Präsidenten. Weimer kritisierte, Infantino habe dem Weltfußball durch den geplanten Ausverkauf der Weltmeisterschaft schwer geschadet und das Vertrauen der europäischen Fußballgemeinschaft verloren.
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Kritik und Rücktrittsforderungen
Die Kritik an Infantino verstärkte sich nach der Vorstellung eines inzwischen zurückgezogenen Investorenplans für die Weltmeisterschaft. Aus Europa wurden Rücktrittsforderungen laut, und die UEFA hält an einer möglichen Boykottdrohung fest. Im Gegensatz dazu stellten sich mehrere Mitglieder des südamerikanischen Kontinentalverbandes CONMEBOL sowie der afrikanische Kontinentalverband CAF hinter Infantino. Die Nationalverbände von England, Schweden, Wales und Serbien entzogen ihm jedoch offen ihre Unterstützung.
Zuletzt gab es neue Anschuldigungen gegen Infantino bezüglich seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär von 2009 bis 2016. Es wird berichtet, er habe eine sechsstellige Abfindung für eine enge Mitarbeiterin ausgehandelt und die Kosten für ein Studium finanziert. Die UEFA bestätigte eine Zahlung auf Anfrage.
Deutsche Alternativen für die FIFA-Spitze
Angesichts der anhaltenden Debatte um die Führung des Weltfußballverbands werden in Deutschland zwei ehemalige Weltklassefußballer als mögliche Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaft ins Gespräch gebracht. Die Idee ist, einen ehemaligen Spieler als „Weißen Ritter“ an die Spitze des Weltfußballverbands zu stellen, ähnlich wie Sebastian Coe im Leichtathletikverband.
Ein Kandidat ist Philipp Lahm, der die Funktionärswelt kennt und die EM 2024 erfolgreich organisiert hat. Der ehemalige Weltmeister könnte seine Erfahrungen aus der Organisation großer Turniere einbringen. Ein weiterer Name, der genannt wird, ist Oliver Kahn. Als ehemaliger Bayern-Boss verfügt Kahn über Kenntnisse im Wirtschaftsleben und soll auf der Suche nach anspruchsvollen Aufgaben im Fußball sein. Die Führung der FIFA wird als eine titanische Aufgabe beschrieben.
Die FIFA hatte in den letzten Jahrzehnten Präsidenten mit unterschiedlichem Hintergrund, darunter einen Schiedsrichter, einen Wasserballer und zwei Schweizer Amateurkicker. Die Idee eines ehemaligen Weltklassefußballers an der Spitze des Verbandes wird als verwegene Idee betrachtet, die eine globale Persönlichkeit mit positivem Image und finanzieller Unabhängigkeit erfordert. David Beckham wird ebenfalls als Topkandidat genannt, da er als globale Persönlichkeit und erfolgreicher Unternehmer gilt.
Die FIFA betonte, dass sie keine Verfahren im Zusammenhang mit der Wahl des FIFA-Präsidenten unterstützen werde, die im Widerspruch zu den FIFA-Statuten, demokratischen Verfahren und dem etablierten Governance-Rahmen stehen. Infantino ist derzeit der einzige erklärte Kandidat für die Wiederwahl im März 2027.
Die Diskussion um die Führung der FIFA findet parallel zum Start der 2. Liga statt. Die Liga wird als sehr knallig beschrieben, mit einem Durchschnitt von 5,25 Toren in den Samstagnachmittagsspielen. Der VfL Bochum verlor sein Spiel gegen Hertha mit 0:1.
Source: bild.de